Ahlener Sportgemeinschaft '93 e.V.
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59227 Ahlen

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Chronik in wenigen Worten

Was lange währt, wird endlich gut ...

Jahrelang bemühten sich Verantwortliche verschiedener Ahlener Vereine vergeblich, eine Konzentration im heimischen Sport zu erreichen. Am Montag, 24. Mai 1993, wagten dann aber die Ahlener Sportvereinigung und die Handball Sportgemeinschaft Ahlen den Schritt in eine hoffnungsvolle Zukunft.

ASV und auch HSG blickten auf eine jeweils 20-jährige Geschichte zurück. Aus den Traditionsvereinen Wacker und Westfalia gründete sich 1970 die Ahlener SV. Mit über 1600 Mitgliedern und 300 Kurs-Teilnehmern bildeten die "Orange-Schwarzen" bis dahin den größten Verein der Wersestadt. Am 1. April 1973 konstituierte sich die HSG Ahlen. Aus den Handballabteilungen von TuS und Vorwärts Ahlen entstand damals eine Spielgemeinschaft, die sich nun mit über 200 Mitgliedern in den neuen Verein einbrachte.

Für die Kenner der heimischen Sportszene kam die Geburt der Ahlener Sportgemeinschaft nicht überraschend. Bereits zweieinhalb Jahre zuvor schien eine Fusion zwischen ASV, TuS, Blau-Weiß Ahlen und der HSG zum Greifen nah. Doch nachdem die Gespräche im Fußballbereich zu keinem Ergebnis führten, verschwand die "Großlösung" wieder von der Bildfläche. Hinter den Kulissen indes wurde weiter nach Lösungen gesucht, die besonders dem Handball zuträglich seien sollten.

Die Verantwortlichen durchlebten viele Höhen und Tiefen. So scheiterte im Januar '93 eine geplante Fusion zwischen der HSG und dem Turnverein Einigkeit kläglich. Gewarnt durch diese Erfahrung überließen die Funktionäre bei der Gründung der ASG nichts dem Zufall. Unermüdlich warben die Fusionsväter um Werner Reinecke und Berni Recker (ASV) sowie Heinz Quante und Dietmar Kupfernagel (HSG) für den Zusammenschluß.

Innerhalb eines halben Jahres überzeugten Sie ihre Mitglieder, so daß der ASG-Gründung nichts mehr im Weg stand. Mit über 2000 Mitgliedern und Kursteilnehmern strebte der frisch aus der Taufe gehobene Verein neuen Ufern entgegen. Daß dabei Traditionen und gewachsene Freundschaften nicht auf der Strecke bleiben, wurde durch die Selbstständigkeit der einzelnen Abteilungen gewährleistet.

 

Kommentare der Ahlener Presse:

Jetzt die große Chance nutzen!

UWE GEHRMANN "Ahlener Tageblatt"

Das ist ein neues Kapitel im Ahlener Sport. Nach schier endlosen Verhandlungen und Verirrungen im tief verfilzten Dschungel des wersestädtischen Vereinslebens ist die Kruste endlich aufgebrochen. Die (ehemalige) Ahlener SV und die (ehemalige) HSG Ahlen wagen den Schritt gemeinsam unter einem neuen Dach, der Ahlener SG. Zeichen einer neuen Zeit, die das Miteinander im Hinblick auf die immer härter werdende Konkurrenz in den Mittelpunkt stellt? Es scheint fast so, denn auch die TuS Ahlen und BW Ahlen werden heute überraschend durch ihre Vorsitzenden Helmut Spikker und Heinz-Jürgen Gosda Solidarität mit der ASG signalisieren, und das sogar tatkräftig durch Sponsoring.

Goldene Zeiten in Ahlen? Noch nicht, denn jetzt, wo der erste Schritt getan ist, darf sich niemand auf den Lorbeeren ausruhen. Hochfliegende Pläne für den Jugendbereich müssen nun genauso rigoros in die Tat umgesetzt werden, wie die Förderung des Breitensports und der Einsetzung eines Sponsorenpools mindestens für den Leistungsbereich Handball.

Der Fusion müssen Taten folgen, sonst ist der gute Wille von heute bald wieder nur Makulatur von gestern. Die Väter der ASG sind nun auch verantwortlich darfür, daß ihr Kind zur vollen Größe heranwachsen kann. Die Gründung der AhlenerSG verdient Dank an alle Beteiligten. Respekt verdient, wer diese Chance auch in Zukunft nutzen kann.

 

Richtiger Schritt                                                        

HERBERT RÜSING "Ahlener Zeitung"

Der 24. Mai wird in die Sportgeschichte der Stadt Ahlen eingehen: An diesem Tag wurde der Zusammenschluß zweier Traditionsvereine vollzogen. Aus der Ahlener Sportvereinigung und der Handball-Sport-Gemeinschaft '73 Ahlen entstand die Ahlener Sportgemeinschaft '93 (ASG). Damit haben sich die Wünsche der Handballer Ahlens erfüllt, zukünftig geschlossen aufzutreten. Wenn Stadtdirektor Dr. Gerd Willamowski als Leiter der Gründungsversammlung von einem historischen Ereignis im Vereinsleben der Stadt Ahlen sprach, so ist ihm voll zuzustimmen.

Mit über 1800 Mitgliedern ist die neugegründete ASG der weitaus größte Sportverein in Ahlen. Und dieser Verein bietet mit sechs Sportarten (Fußball, Handball, Wassersport, Breitensport, Tischtennis und Baseball) eine breite Palette mit einem großen Mitarbeiterstab von Trainern und Betreuern an. Den Verantwortlichen der beiden ehemaligen Vereine ASV und HSG, dem sogenannten Gründer-Gremium, muß ein dickes Kompliment gemacht werden, denn in einer derartig kurzen Zeit die Handballer "unter ein Dach" zu bringen, das ist schon toll! Wer frühere Gespräche und Verhandlungen in punkto Fusion oftmals aus nächster Nähe mitbekommen hat, der weiß, welche Leistung hier geschafft worden ist.

Die Einmütigkeit in der Gründungsversammlung, bei der 199 Mitglieder der beiden Vereine anwesend waren, hat gezeigt, wie gut vorbereitet das Gründungsgremium vor die Mitglieder getreten ist. Es war der richtige Schritt, der hier gemacht worden ist. Die ASG-Verantwortlichen befinden sich auf dem richtigen Weg und es wäre wünschenswert, wenn die Handballer in ihrer Vorreiterrolle Nachahmer finden würden.